Pfeffersport – Handball

Männer II – 02.10.16 SG Ajax/Altglienicke III : Pfeffersport II 21 : 27

Die zweiten Männer landen den ersten Auswärtssieg und bleiben damit auswärts ungeschlagen (okay, waren auch erst zwei Spiele). Kinderspiel, wird jetzt irgendwer einwenden, es ging ja nur gegen den Tabellenletzten SG Ajax/Altglienicke III. Aber nach dem letzten Spielbericht konnte einem Angst und bange werden, ob Trainerin Danni überhaupt eine spielfähige Mannschaft zusammenbekommt: Angeblich beide Torhüter, beide Aufbauspieler und Manchmal-ziemlich-geil-und-manchmal-nicht-so-geil-Matze nicht da. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Jakob unter der Woche, keine rosigen Aussichten in Anbetracht der Tatsache, dass in den Spielen zuvor die Bank nur dünn besetzt war.

Aber wie heißt es so schön, erstens kommt es anders und zweitens als man (oder Mann?) denkt: Karli und Tim waren wirklich nicht da, aber dafür stellte sich Michel ins Tor, und wie (trotz sehr durchwachsener Abwehrleistung nur 21 Gegentreffer, Respekt!). Die Spielmacher waren indes sehr wohl da. Matze wiederum fehlte tatsächlich (das ist der Preis, wenn man über Nacht zum Hashtag-König wird und sich um seine Follower kümmern muss), jedoch hatten außer Michel auch Felix, Robert, Justus und Adrian spontan ihre Unterstützung angeboten (dickes Dankeschön …… es hat sich wohl rumgesprochen, dass die Rote Zwote eine Wohlfühloase ist, siehe auch #geileTruppe #einerfüralleallefüreinen #rotbisindentodobwohlwirschwarzetrikotsanhaben). Zudem wurden noch vor dem Wochenende die Vertragsverhandlungen mit Tim Ole zum Abschluss gebracht und so konnte Trainerin Danni unerwartet aus dem Vollen schöpfen: Vom A-Jugendlichen bis zum Ü-40-Greis stand ihr die komplette Spielerpalette (14 Mann) zur Verfügung und Physio Anica komplettierte zur Freude aller den Betreuerstab.

Was das bedeutete, war klar. Tempohandball vom Feinsten sollte gezeigt werden, d.h. kompakte, aggressive Abwehr, den Ballführenden frühzeitig stören, um Ballverluste zu provozieren und dann – ruck-zuck – erste, mindestens aber zweite Wellen laufen und viele leichte Tore machen. Tja, wie gesagt, erstens kommt es anders usw…. Ob es die Nervosität wegen der Anwesenheit des Sportdirektors war, die Sorge, auf den Bildern des Starfotografen keine gute Figur zu machen (Batman, danke für die Aufnahmen), die Wehmut, weil Richi das Team nach diesem Spiel verlassen würde, oder doch der Jetlag, wer weiß. Jedenfalls taten sich die Danniboys – obwohl in allen Belangen überlegen – ziemlich schwer. In der Abwehr haperte es ein ums andere Mal an der Abstimmung (was bei insgesamt 21 Gegentoren etwas blöd klingen mag, war aber so) und dem Angriff verschwenderischen Umgang mit Großchancen zu attestieren, wäre noch untertrieben. Vielleicht lag es ja daran, dass im Vorfeld ein spannendes Spiel prognostiziert worden war. Die Rote Zwote tat alles dafür, dass es nicht zu schnell zu einseitig wurde. Den Hausherren überließ man das erste Tor, drehte nach dem 2:2 kurz auf, führte 2:4, ließ sich jedoch sogleich wieder über 5:5 und 5:7 auf 9:7 für die SG zurückfallen. Offenbar beschlich die Jungs dann aber doch Angst vor einer heftigen Kabinenpredigt und schnell wurde in den letzten Minuten der ersten Halbzeit mit einigen Tempos auf 10:13 gestellt. Immer wieder blitzte bei einem schnellen Gegenstoß (allen voran Ruben, aber auch Richi und Ricky), strammen Wurf aus dem Rückraum (Philipp, Tim und Felix) oder feinem Kreisanspiel auf, wozu der Einzelne und die Mannschaft in der Lage sind, allein, es fehlten Konzentration und Treffsicherheit.

In der Pause klärte Danni auf, wie das mit dem spannenden Spiel gemeint war und siehe da, nach Wiederanpfiff wurde die Führung zügig auf 18:13 ausgebaut. Der Eindruck, dass der Bann gebrochen war, währte aber nur kurz. Bei eigener Überzahl wurde erst ein Siebenmeter verworfen, danach der Gastgeber zu Gegenstößen eingeladen und die Abwehr verfiel in den Schlummermodus, das Ende vom Lied: 18:19. Äußerst positiv ist anzumerken, dass sich die zweiten Männer davon nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen ließen, im Gegenteil. Der nächste Siebenmeter wurde verwandelt, Tim legte einen blitzsauberen Hattrick hin (ich glaube, es waren sogar vier Tore ohne Unterbrechung, aber ich kenne den Fachbegriff dafür nicht) und die Gäste zogen spielentscheidend auf 19:26 davon. Hitzig wurde es kurz, als sich Ricky den Ellenbogen seines Gegenspielers ins Gesicht schlug (der Schiedsrichter fiel aber nicht darauf herein), am Ende hieß es 21:27. Auch wenn noch nicht alles Gold war, der Teamgeist ist bombastisch und Potential ausreichend vorhanden, die nächsten Gegner können kommen. Riesen Dankeschön an Saskia, Uwe, Manu, Batman und Felix‘ Mutti fürs Anfeuern.

Michel (TW), Richi (4), Tim (4), Felix (4), Philipp (6), Karsten (2), Ricky (2), Ruben (2), Martin (1), Ole (0 ), Adrian, Robert, Justus, Tim Ole und zwei unbekannte Torschützen

Trainerin: Danni; Physio: Anica

You must be logged in to post a comment Login