Pfeffersport – Handball

Männer II – 28.01.18 Pfeffersport II : Z88 II 22:30

#hoffentlichwardasdertiefpunkt
#wirkonntenauchschonmalanders
#abwehrspielenschadetnicht
#wirsindganzschönweitvoneinemaufstiegsplatzweg

Während erste und dritte Männer ausweislich der jüngsten Spielberichte unterschiedliche Anlässe zu feiern hatten, sieht es bei der – weiterhin konsequent in weiß spielenden -„Roten Zwoten“ des SV Pfef-fersport derzeit ziemlich trist aus. Bis zum vorletzten Spiel der Rückrunde gegen die SSG Humboldt war man zu Hause ungeschlagen und hatte in 5 Heimspielen – gegen zum Teil wirklich starke Gegner – 9 Punkte gesammelt, verlor dann aber krachend gegen einen nicht übermächtigen Gegner zu Hause mit 17:25. Eine Woche später setzte es auswärts gegen die ebenfalls schlechter platzierte SG OSF Berlin IV eine noch herbere Klatsche mit 32:23, von der bis heute keiner genau weiß (eher: nicht wissen will), wie das zustande kam und worüber mit ein paar #hashtags der Mantel des Schweigens und Vergessens gehüllt werden sollte (und hoffentlich auch erfolgreich gehüllt ist). Und nun, am vergangenen Sonntag, schossen die Gäste aus Zehlendorf, Z88 II, im ersten Spiel der Rückrunde die Dannyboys mit 22:30 aus der eigenen Halle, so dass aus dem gemütlichen Platz im sicheren Mittelfeld der Tabelle ein Platz nicht unweit der Abstiegs- und Relegationsplätze geworden ist.

Dank moderner Technik lässt sich der Spielverlauf, d.h. die Torfolge, auf der Homepage des HVB verfolgen, als Chronist – der man eigentlich schon lange nicht mehr sein wollte – kann sich daher aufs Wesentliche beschränkt werden.

Im Hinspiel hatte man ebenfalls mit einem Sechs-Tore-Rückstand zu kämpfen, holte diesen aber (beinahe) auf und unterlag am Ende unglücklich mit nur einem Treffer Differenz. Diesmal kam die „Rote Zwote“ nach einem Sechs-Tore-Rückstand zwischenzeitlich lediglich bis auf drei Tore heran, ließ dann aber wieder abreißen, der Sieg der Gäste war ärgerlicherweise zu keinem Zeitpunkt in ernster Gefahr (Einzelheiten, wie gesagt, auf der Seite des HVB). Technische Fehler und überhastete Abschlüsse sowie eine über weite Strecken äußerst löchrige Abwehr ließen – gepaart mit liegengelassenen Chancen und einigen Pfostentreffern eine erfolgreiche Aufholjagd, geschweige denn eine Punktgewinn, nicht zu.

Vielleicht muss man sich nicht grämen, Z88 II ist der unangefochtene Ligaprimus mit bislang lediglich zwei Minuspunkten, hat gut gespielt und verdient gewonnen, aber „gefühlt“ war etwas mehr drin (so-gar der Gegner erkundigte sich anteilnehmend nach Spielende, was mit uns los wäre). Vor allem, weil Pfeffersport diesmal ein im wahrsten Sinne des Wortes bezauberndes Kampfgericht stellen konnte, das jedoch – entgegen dem ursprünglichen Plan – nicht etwa den Gegner, sondern die Hausherren völlig aus dem Konzept brachte, was schließlich zu einem Wechselfehler führte, der die obligatorische Zeitstrafe nach sich zog und die zu diesem Zeitpunkt gestartete Aufholjagd zusätzlich erschwerte bzw. un-möglich machte. Die Mannschaft hat zudem mit „Neuzugang“ Niels nochmals an Qualität gewonnen und sogar Tim-Ole gab sich wieder einmal die Ehre, aber wie in den Spielen zuvor blitzte nur gelegentlich auf, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Um zu gewinnen, muss diese Leistung über 60 Minuten abgerufen werden. Nur phasenweise Handball zu spielen, reicht auch in der Bezirksliga nicht aus. Ausgenommen sind an dieser Stelle unsere Torhüter, in diesem Spiel Tim und Michi, die einmal mehr tadellos hielten und dafür sorgten, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. An Tim, der sich un-glücklich verletzte, gehen an dieser Stelle die allerbesten Genesungswünsche. Paul soll mit acht Buden auch nicht unerwähnt bleiben, trotzdem gilt es, die Ursache zu finden, warum das, was alle können und was insbesondere in den ersten Heimspielen der Hinrunde gezeigt wurde, nicht mehr auf die Platte gebracht wird. Trainingsbeteiligung allein scheint als Erklärung zu einfach, vielleicht muss die Ernährung umgestellt und vor allem der griechischen Küche bis zum Saisonende der Rücken gekehrt werden, aber das muss am Ende der Fachmann oder die Fachfrau entscheiden.

Positiv ist auf alle Fälle die Stimmung in der Mannschaft und die während des Spiels gezeigte Einstellung hervorzuheben (das „Meckern“ von der Bank, die damit verbundenen zusätzlichen Zwei-Minuten und die damit nach meiner Erinnerung verbundene doppelte Unterzahl, die ein Aufholen auch schwierig macht, erwähnen wir mal nicht), das ist schon oberste Schublade, lasst uns da auch spielerisch wieder hinkommen.

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