Pfeffersport – Handball

Männer II – 8.11.15 SV Pfefferwerk II : HSG Kreuzberg IV 27:21 (15:12)

SV Pfefferwerk Doppel-Sieger beim „Gipfeltreffen“

Eine Halle mit zwei Bergen und `nem kleinen Ball dazu ….. vielleicht nicht Augsburger Puppenkiste und sicherlich kein Marionetten-, aber kurzweiliges, unterhaltsames Handballtheater wurde von den ersten und zweiten Männern am großen Heimspieltag den Fans und Gästen geboten, die sich ihrerseits mit toller Unterstützung und viel (Szenen-)Applaus revanchierten (ein riesengroßes Dankeschön dafür).

Gleich zweimal hieß es am Sonntag in der Winshölle P-Berg gegen X-Berg. Zunächst gab es die Stadtligapartie SV Pfefferwerk I gegen HSG Kreuzberg I und danach das Kreisligaduell SV Pfefferwerk II gegen HSG Kreuzberg IV. Und nachdem die Erste in einem begeisternden Spiel mit dramatischem Finale ihre Gäste mit 30:25 verabschiedet hatte, wollte die „rote Zwote“ sich nicht lumpen lassen und schickte ihren Gegner mit 27:21 nach Hause.

Falls es also demnächst bei „Wer wird Millionär“ heißt: „Treffen sich zwei Berge, wer gewinnt?“ lautet die Antwort natürlich „a) Der P-Berg“ (und wer es sich nicht merken kann, nimmt einfach jeman-den aus Männer I oder II als Telefonjoker).

Wortspielereien hin oder her, das Spiel der zweiten Männer gegen die HSG Kreuzberg IV war tatsächlich ein Spitzenspiel, da die bis dato verlustpunktfreien X-Berger neben dem Lokalrivalen Rotation und dem (vor drei Wochen knapp geschlagenen) CHC heiße Aufstiegsanwärter sind, die dem erklärten Ziel des sofortigen Wiederaufstiegs ernsthaft im Wege stehen könnten.

Der Respekt beruht scheinbar auf Gegenseitigkeit, denn auf Kreuzberger Seite machten sich gleich mal 16 Spieler (oder sogar 17?, es waren so viele, dass Verzählen nicht ausgeschlossen werden kann) mustergültig warm (im Spielberichtsbogen waren dann zwar nur 14 eingetragen, ich bin aber nicht sicher, ob irgendwer kontrolliert hat, ob tatsächlich auch nur diese 14 oder vielleicht nicht doch alle 16 oder 17 in den 60 Minuten zum Einsatz kamen). Pfefferwerks Zweite musste auf Kiki, Kay und Ole verzichten, war also nicht vollzählig, ansonsten aber gleichfalls bestens besetzt.

Trotz aller Zutaten für eine überdurchschnittliche Kreisligapartie lebte das Spiel dann – zugegebenermaßen – jedoch weniger von spielerischen Akzenten, als vielmehr von dem unverkennbaren Willen auf beiden Seiten, nach Abpfiff mit zwei Punkten im Gepäck die Halle zu verlassen. Es wurde sich nichts geschenkt und ordentlich hingelangt (allein acht Siebenmeter für Pfefferwerk, und davon definitiv keiner zuviel, dürften für sich sprechen).

Während die Gäste die ewig gleichen Auslösehandlungen spielten (und gelegentlich kreuzten), waren es auf Seiten der Hausherren vorwiegend Einzelaktionen und (sehenswerte) Kreisanspiele, die Marcel verlässlich verwertete, oder eben die bereits erwähnten Siebenmeter, die für die Tore sorgten.

Die ersten Minuten der Partie verliefen ausgeglichen, aber dann setzten die Hausherren zu einem Zwischenspurt an und waren beim Stand von 8:5 erstmals mit 3 Toren vorne. Die Gäste kamen in der Folge immer mal wieder bis auf ein Tor ran, aber zur Pause hatten die Gastgeber sich erneut einen Dreitorevorsprung erspielt (Halbzeit 15:12). Und auch wenn es vielleicht spielerisch keine Offenbarung war, was die Danniboys auf der Platte veranstalteten, immerhin – so wurde es später den Journalisten in die Feder diktiert – vermittelten die Jungs ihrer Trainerin während des gesamten Spiels die Gewissheit, dass sie die Chance auf den nächsten „Bigpoint“ nutzen und dieses Spiel nicht aus der Hand geben würden. Einstellung und Leidenschaft stimmten, Abwehr und Angriff waren nicht perfekt, aber effektiv, technische Fehler hielten sich in (akzeptablen) Grenzen und – ganz wichtig – die Torhüter waren in den richtigen Momenten zur Stelle. Und weil die Prenzlberger auch in der zweiten Hälfte die Konzentration hoch- und die nötige Ruhe behielten, konnte langsam, aber sicher die Führung immer weiter ausgebaut werden, bis es am Ende 27:21 von der Anzeigentafel leuchtete. Unübersehbar entwickelt sich hier etwas und

die Moral von der Geschicht: aktuell Tabellenplatz 2 = Mission is possible

Karsten

Karli (TW), Sebi (TW), Andre, Batman, Karsten, Marcel, Markus, Martin, Matze, Ricky, Robert, Steffen, Tobi

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